Field notes on the Bender µP601 / µP 601-1 (B928161) medical electrical safety tester (IEC 601-1, DIN VDE 0751): menu tree, built-in DPN-240 dot-matrix printer, RS-232, no manual available.
Aufnahme der Bedienoberfläche. Weil kein Handbuch existiert
(../QUELLEN.md), ist dieses Dokument die Funktionsbeschreibung des Geräts.
Softwarestand: IVM429 D (Startbildschirm oben rechts, Deutung siehe
FUNKTIONSAUFNAHME.md Abschnitt B) · Sprache: Deutsch
Zwei Eigenschaften des Geräts machen das Kartieren fast mechanisch:
1. > markiert eine belegte Displayzeile. Zeilen ohne > sind Titel,
Text oder Messwert. Man muss nicht raten, welcher Softkey etwas tut.
2. Hinter allen sieben Tasten sitzen LEDs — den drei Softkeys ebenso wie
START, F, ↑ und ↓ (belegt 2026-08-14). Sie zeigen an, welche Tasten im
gerade angezeigten Bildschirm aktiv sind.
Damit ist auf jedem Bildschirm ohne Ausprobieren vollständig ablesbar, welche Wege es gibt. Das ist die verlässlichste Grundlage für eine lückenlose Aufnahme — und zugleich die Probe: leuchtet eine LED, deren Ziel nicht notiert ist, fehlt ein Zweig. Ein Bildschirm gilt erst als aufgenommen, wenn zu jeder leuchtenden LED ein Ziel steht.
Deshalb gehört der LED-Zustand aller sieben Tasten zu jedem Bildschirm.
Nebenbefund: > und die Softkey-LEDs sagen dasselbe. Ob sie immer
übereinstimmen, ist im Vorbeigehen zu prüfen — eine leuchtende Softkey-LED
ohne > in der zugehörigen Zeile wäre ein interessanter Sonderfall.
↑ und ↓ sind keine Blättertasten, sondern bewegen zwischen Ebenen:
| Ort | ↑ |
↓ |
|---|---|---|
Startbildschirm [S00] |
→ ins Menü [S02] |
→ Selbsttest [S03] |
Auswahlmenü [S02] |
○ dunkel | zurück |
Eingabemaske [S10] |
Wert übernehmen | ○ dunkel |
Einheitliche Lesart (Stand 2026-08-14):
↑= vorwärts — eine Ebene hinein, oder eine Eingabe bestätigen.↓= zurück — eine Ebene heraus.START= ganz nach Hause.
Beides ist nur dort aktiv, wo es einen Weg gibt; die LED sagt es vorher. In
[S02] ist ↑ dunkel, weil die Auswahl über die Softkeys läuft. In der
Eingabemaske [S10] ist ↓ dunkel — dort gibt es keinen Rückweg.
Auf dem Startbildschirm gibt es kein „zurück” mehr; dort ist ↓ anderweitig
belegt, mit dem Selbsttest.
Geklärt: START ist der Notausgang. In der Eingabemaske [S10] leuchtet
die START-LED (belegt 2026-08-14). Eine begonnene Eingabe lässt sich also
verlassen, ohne sie mit ↑ zu übernehmen — man landet auf dem Startbildschirm.
Damit ist die Oberfläche vollständig verstanden und in jeder Lage sicher bedienbar:
| Taste | Wirkung, überall gleich |
|---|---|
↑ |
vorwärts — hinein oder bestätigen |
↓ |
zurück — eine Ebene heraus |
START |
Abbruch, zurück zum Startbildschirm |
F |
Nebenebene zum aktuellen Bildschirm |
| Softkeys | die angezeigten Optionen |
Keine Sackgassen, kein Zustand ohne Ausweg. Das ist die Voraussetzung dafür, auch die heiklen Zweige — Messdatenverwaltung, ein etwaiges Servicemenü — gefahrlos ansehen zu können: Man kann jederzeit aussteigen, ohne etwas zu bestätigen.
Damit ist eine Frage wieder offen, die schon als geklärt galt: Wie werden
Listen dargestellt, die länger sind als drei Einträge? Wenn ↑/↓ nicht
blättern, muss es einen anderen Weg geben — ein Softkey „weiter”, der
Nummernblock zur Direktwahl, oder das Menü ist tatsächlich auf drei Einträge
je Bildschirm begrenzt und dafür tief statt breit gebaut.
Beim ersten längeren Menü darauf achten. Das entscheidet, wie der ganze Baum geformt ist.
[Kennung] Bildschirmname (Weg dorthin)
1 <Zeile 1 wörtlich>
2> <Zeile 2 wörtlich> → Ziel
3> <Zeile 3 wörtlich> → Ziel
4 <Zeile 4 wörtlich>
LED: START ● · F ● · ↑ ● · ↓ ○ (● leuchtet, ○ aus)
F → Ziel · ↑ → Ziel · ↓ → Ziel
Regeln:
>. Sie nennt Thema und aktuellen Wert und
ist rein beschreibend — belegt an [S02], [S04], [S06], [S07], [S09]
und [S13]. Sie kann sich über zwei Zeilen erstrecken ([S02], [S07]).
Was handelt, steht darunter.SET: samt englischer Feldkürzel, die wechselnde Schreibung von
>>> Nur Messung <<< und Bitte warten ! gegenüber drehen!.↑ und ↓ antippen, sofern ihre LED leuchtet, und
das Ziel notieren — nach derzeitigem Stand sind das Navigationstasten
zwischen Ebenen, keine Blättertasten (siehe unten).F überall probieren, wo seine LED leuchtet — es ist kontextabhängig.START führt aus jeder Lage zum Startbildschirm zurück. Jeden Zweig von dort
aus neu anlaufen.Erreicht: läuft selbsttätig nach dem Einschalten · aufgenommen 2026-08-15
1 Spannungstest
2 <leer>
3 Bitte warten !
4 <leer>
Das Gerät stellt hier fest, welcher Stift seines eigenen Schuko-Steckers die
Phase führt. Bei falscher Lage fordert es auf, auszuschalten und den Stecker
zu drehen. Begründung und Folgen: FUNKTIONSAUFNAHME.md, Abschnitt B.
Der Name bestätigt die Vermutung: Es ist ein Spannungstest, keine Strommessung — also der Vergleich beider Netzleiter gegen den Schutzleiter.
Aufgenommen 2026-08-15, wörtlich:
1 Bitte ausschalten
2 und Netzstecker des
3 µP-Tester in der
4 Steckdose drehen!
Die Anzeige stellt das µ tatsächlich dar (bestätigt 2026-08-15) — dort
steht µP-Tester, nicht uP-Tester.
Das ist ein kleiner Hardwarehinweis: Das Zeichen µ liegt im
Standard-Zeichensatz HD44780 A00 auf Platz 0xE4. Dass es verfügbar ist,
stützt die Annahme eines HD44780-kompatiblen Zeichendisplays
(FUNKTIONSAUFNAHME.md, Abschnitt A) — bislang nur aus der Bauform
geschlossen.
Ω, °, Umlaute. Sie
grenzen den Zeichensatz weiter ein. Ω liegt im A00-Satz auf 0xF4,
Umlaute dagegen nicht — erscheinen sie trotzdem (Prüfsteckdose,
Gerätenr), sind sie entweder selbstdefinierte Zeichen oder das Display
trägt einen anderen Zeichensatz.Alle vier Zeilen sind Text — kein >, keine Auswahl. Aber START
leuchtet, und ein Druck darauf startet die Spannungserkennung neu
(belegt 2026-08-15).
Die Meldung ist also kein Endzustand: Man dreht den Stecker und drückt
START, statt aus- und wieder einzuschalten. Der Text ist insofern strenger
formuliert als das Gerät sich verhält — verständlich, denn das Ziehen des
Steckers ist ohnehin nötig, um ihn zu drehen, und dabei geht das Gerät
sowieso aus.
Die Bauentscheidung aus FUNKTIONSAUFNAHME.md, Abschnitt B, bleibt davon
unberührt: Das Gerät gleicht die Steckerlage nicht selbst aus. Es prüft nur
auf Verlangen erneut.
up-Tester, oder zeigt die Anzeige ein
µ (µP-Tester)? Das Zeichen µ ist im Standard-Zeichensatz
solcher Displays vorhanden — schreibt Bender es trotzdem als u aus,
wäre das ein Hinweis auf den verwendeten Zeichenvorrat.Die Meldung endet mit drehen! — ohne Leerzeichen vor dem
Ausrufezeichen, anders als Bitte warten ! in [S30] und [S03].
Damit ist die frühere Notiz zu berichtigen: Es handelt sich nicht um eine
durchgehaltene Schreibkonvention, sondern schlicht um Uneinheitlichkeit
innerhalb desselben Softwarestands. Das reiht sich in SET:, ja/Nein und
die wechselnde Schreibung von >>> Nur Messung <<< ein.
Einschalten
│
└─► [S30] Spannungstest — „Bitte warten !" ◄─────────┐
│ │
├─ Phasenlage falsch ─► [S31] „Bitte ausschalten …"
│ START ● ── erneut prüfen ┘
│
└─ Phasenlage richtig ─► [S00] Startbildschirm
Betreibername · IVM429 D
Der Systemselbsttest [S03] gehört nicht zum Startvorgang. Er wird
ausschließlich von Hand ausgelöst, mit ↓ vom Startbildschirm.
Das Gerät unterscheidet zwei Arten von Prüfung an sich selbst — und behandelt sie verschieden:
Spannungstest [S30] |
Systemselbsttest [S03] |
|
|---|---|---|
| Auslösung | zwingend, bei jedem Einschalten | freiwillig, auf Tastendruck |
| Gegenstand | die Umgebung — Phasenlage der Steckdose | das Gerät — eigene Baugruppen |
| Bei Nichtbestehen | Betrieb wird verweigert | Ausdruck, sonst keine Sperre bekannt |
| Ausdruck | keiner beobachtet | ja, mit Datum, Zeit, Nennspannung, Gerätenummer |
Erzwungen wird, was die Messungen verfälschen würde; freigestellt bleibt, was nur der Diagnose dient. Die Phasenlage ist Voraussetzung jeder folgenden Messung — ohne sie wären „Netzleiter offen” und „Phase vertauscht” bedeutungslos. Deshalb steht sie vor allem anderen und lässt sich nicht übergehen.
Für die Praxis heißt das: Das Gerät kann nicht falsch herum betrieben werden. Wer eine Messung von ihm bekommt, hat die richtige Phasenlage — das ist keine Frage der Sorgfalt des Anwenders.
Dieselbe Form wie beim Systemselbsttest [S03]:
1 <was gerade läuft>
2 <leer>
3 Bitte warten !
4 <leer>
Damit ist ein weiteres Bauprinzip der Oberfläche belegt: Läuft ein Vorgang
ohne Zutun des Anwenders, steht in Zeile 1 sein Name und in Zeile 3
Bitte warten ! — keine Softkeys, kein >. Beim Kartieren sind solche
Bildschirme daran sofort zu erkennen.
Bemerkenswert die Schreibweise mit Leerzeichen vor dem Ausrufezeichen
(Bitte warten !) — französische Typografie im deutschen Text, an beiden
Stellen gleich. Eine weitere Eigenart des Softwarestands IVM429 D, neben
SET:, ja/Nein und >>> Nur Messung <<< / >>> NUR MESSUNG <<<.
Erreicht: nach dem Einschalten · aus jeder Lage mit START
? <Name des früheren Betreibers> ┐ genaue Zeilenzuordnung
? … ┘ noch nicht aufgenommen
? … IVM429 D (oben rechts)
? …
LED: START ● · F ● · ↑ ● · ↓ ●
Abgänge — vollständig belegt (2026-08-14):
| Bedienung | Ziel |
|---|---|
| einer der drei Softkeys | → [S02] Menü |
↑ |
→ [S02] Menü — derselbe Weg |
↓ |
→ [S03] Selbsttest |
F |
→ [S01] Sprachauswahl |
START |
bleibt auf [S00], siehe unten |
Bemerkenswert: ↑ und die Softkeys führen zum selben Ziel. Das Menü ist
also auf zwei Wegen erreichbar — ein Hinweis darauf, dass die Softkeys hier
nicht drei verschiedene Zweige öffnen, sondern gemeinsam „ins Menü” bedeuten.
Zu prüfen: Landen wirklich alle drei Softkeys auf demselben Bildschirm, oder
unterscheiden sie sich in der Vorauswahl?
START auf dem Startbildschirm tutBeobachtung (2026-08-14): START erneut gedrückt, obwohl [S00] bereits
angezeigt wird — die LEDs von F, ↑ und ↓ gehen kurz aus und wieder an.
Deutung des Beobachters: „sieht aus wie Reset”. Plausibel, aber noch nicht belegt. Zwei Lesarten, die dasselbe Blinken erzeugen:
START setzt das Gerät auf den
Ausgangszustand zurück.START ruft dieselbe Routine wie immer
auf; dabei werden die LEDs gelöscht und neu gesetzt. Das Blinken wäre eine
Nebenwirkung, kein Reset.Unterscheidende Tests:
START — ist die Eingabe verworfen? Bei A ja, bei B ebenfalls; kein
Trennkriterium, aber gut zu wissenSTART — steht danach wieder
Deutsch? Dann ist es ein echter Reset auf Vorgabewerte (A).
Bleibt Englisch, ist es nur ein Rücksprung (B)Praktische Folge unabhängig davon: START ist der zuverlässige Rückweg,
aber nichts, worauf man beim Eingeben von Daten vertrauen sollte. Beim
Kartieren gefahrlos benutzen — beim späteren Arbeiten mit Prüflingsdaten nicht
mitten in einer Eingabe drücken.
Auf der Meldung [S31] — falsche Steckerlage — leuchtet START, und ein
Druck darauf lässt den Spannungstest [S30] von vorn laufen.
START stößt dort also den Startvorgang neu an, nicht bloß einen
Bildschirmwechsel. Das ist genau das Verhalten, das Deutung A — Neustart der
Anwendung vorhersagt, und es erklärt zugleich das kurze Erlöschen der LEDs
auf [S00]: Dort läuft dieselbe Routine, findet aber nichts vor, was sie
ändern müsste.
Damit ist die ursprüngliche Beobachtung des Bedieners — „sieht aus wie
Reset” — bestätigt. Offen bleibt nur noch der Umfang: Ob START auch
Einstellungen wie die Sprache auf Vorgabewerte zurücksetzt, klärt weiterhin
der Test oben (auf Englisch stellen, START drücken, nachsehen).
Noch aufzunehmen:
>, und welche?[S02]?Erreicht: F von [S00]
? <noch nicht aufgenommen>
?> deutsch → stellt Deutsch ein
?> englisch → stellt Englisch ein
? <noch nicht aufgenommen>
LED: noch nicht aufgenommen
Belegt (2026-08-14):
> — Deutsch und Englisch.Noch aufzunehmen:
> — 2 und 3, oder 1 und 2?[S00] oder bleibt der Bildschirm?IVM429 D bei Englisch? → FUNKTIONSAUFNAHME.md Abschn. BErreicht: Softkey oder ↑ von [S00]
Aufgenommen 2026-08-14:
1 Betriebsart:
2 Prüfungen nach:
3> IEC 601-1:1988 → [S04]
4> DIN VDE 0751T1/90 → [S05]
LED: Softkey Zeile 3 ● · Softkey Zeile 4 ● · START ● · F ● · ↑ ○ · ↓ ●
F → [S06]
Vollständig aufgenommen. Zu jeder leuchtenden LED steht ein Ziel:
| Taste | LED | Ziel |
|---|---|---|
| Softkey Zeile 3 | ● | [S04] IEC 601-1:1988 |
| Softkey Zeile 4 | ● | [S05] DIN VDE 0751T1/90 |
START |
● | [S00] Startbildschirm |
F |
● | [S06] — ein weiteres Menü |
↑ |
○ | — |
↓ |
● | [S02] → zurück nach [S00] |
↑ ist dunkel: von hier aus geht es nicht weiter „hinein”, die Auswahl
läuft über die Softkeys. Das bestätigt das Tastenmodell.
Die oberste Menüebene ist keine Funktionsauswahl, sondern eine Betriebsartenwahl. Man entscheidet zuerst, nach welcher Norm geprüft wird; alles Weitere hängt daran.
Die Zeilen 1 und 2 sind zusammen die Überschrift („Betriebsart: / Prüfungen nach:”), die Zeilen 3 und 4 die beiden Optionen. Eine Überschrift kann also über zwei Zeilen laufen — auch das gehört zum wechselnden Layout.
Bestätigt sich damit außerdem: ↑ bedeutet hinein/vorwärts, ↓
heraus/zurück. Auf [S00] führte ↑ ins Menü, hier ist es dunkel, weil
die Auswahl über die Softkeys läuft.
Die beiden Normen sind keine Beschriftungsvarianten desselben Ablaufs, sondern zwei verschiedene Prüfregime mit eigenen Prüfschritten, Messverfahren und Grenzwerten:
| Betriebsart | Was dahinter steht |
|---|---|
| IEC 601-1:1988 | Die internationale Grundnorm für die Sicherheit medizinischer elektrischer Geräte, Ausgabe 1988. Umfangreicheres Regime — Ableitströme unter Normal- und Erst-Fehler-Bedingung, Netzspannung am Anwendungsteil. |
| DIN VDE 0751 Teil 1 / 90 | Die deutsche Norm für die Wiederholungsprüfung medizinischer Geräte im Betrieb, Ausgabe 1990. Praxisnäheres Regime mit eigenen Verfahren, u. a. Ersatzableitstrommessung, und eigenen Grenzwerten. |
Folge für die Aufnahme: es sind zwei Teilbäume zu kartieren, nicht einer. Beide gehören dokumentiert — gerade die Unterschiede zwischen ihnen sind der interessante Teil, weil sie zeigen, wie das Gerät zwei Normwelten in einer Bedienoberfläche abbildet.
Die Betriebsart IEC 601-1 ist die Norm, nach der das Gerät benannt ist:
µP Safety Tester Model 601. Die früher aufgestellte Vermutung, die „601”
verweise auf die Norm, ist damit vom Gerät selbst bestätigt — und zwar in
der alten Zählweise IEC 601-1, nicht als IEC 60601-1, wie sie das
DS601-Datenblatt von 2006 verwendet.
Die neuere der beiden unterstützten Normausgaben ist von 1990. Ein Gerät wird nicht für Normen gebaut, die es noch nicht gibt — und ein Hersteller ergänzt eine frische Norm zügig. Das legt die Entstehung auf etwa 1990–1993 und passt zu allem anderen: Zeichendisplay, Folientastatur, Nadel- oder Thermodrucker, gepufferte Uhr mit AA-Zellen.
Einordnung heute: Beide Normausgaben sind längst abgelöst — DIN VDE 0751 durch DIN EN 62353 (VDE 0751-1). Für dieses Projekt ist das ohne Belang, weil dokumentiert und nicht zertifiziert wird. Für eine Verwendung als Prüfmittel wäre es der entscheidende Punkt.
START und F auf diesem BildschirmF von hier aus?[S00] auf genau diesen Bildschirm?Erreicht: ↓ von [S00]
Durchgeführt 2026-08-14 — bestanden.
1 Systemselbsttest
2 <leer>
3 Bitte warten !
4 <leer>
LED: noch nicht aufgenommen
Der Test läuft rein intern: keine Handgriffe, kein Prüfling, keine Verbindung nach außen. Die Anzeige bleibt während des Laufs stehen.
Bemerkenswert an der Anzeige: belegt sind Zeile 1 und Zeile 3, Zeile 2 und 4 bleiben leer. Die Zeilen sind also nicht fest in „drei Softkey-Zeilen plus eine” aufgeteilt — das Layout wechselt je Bildschirm. Für die Kartierung heißt das: die Zeilennummer immer mitschreiben, nie aus der Position schließen.
Vollständiger Wortlaut, abgelesen am Ausdruck vom 2026-08-15
(../bilder/selbsttest_ausdruck_20260815.jpg), nach der Instandsetzung des
Farbbandtransports erstmals sauber lesbar. Zeilenbreite 24 Zeichen:
IVM429 D
MACK
Medizin-Technik GmbH
90482 Nürnberg
- - - - - - - - - - - -
Selbsttest bestanden
- - - - - - - - - - - -
Zeit : 00:37:27
Datum : 02/10/3?
Nennspannung: 230 V
Ger.Nr.: 600521
Prüfer:
Die genaue Einrückung ist aus dem Foto nur näherungsweise ablesbar; die Reihenfolge und der Wortlaut sind sicher.
Der Bleistiftstrich an der ersten Trennlinie stammt vom Auszählen der Zeichen und gehört nicht zum Ausdruck.
1. Der Kopf ist der Betreibertext. Dieselben drei Zeilen wie auf dem
Startbildschirm, darüber IVM429 D — ebenfalls wie dort, rechts eingerückt.
Anzeige und Ausdruck teilen sich denselben Kopf.
2. Ger.Nr.: 600521 ist die Werk-Nummer des µP601 selbst — identisch mit
dem Typenschild (FUNKTIONSAUFNAHME.md, Abschnitt A).
Damit ist die offene Frage von gestern beantwortet: Der Begriff
„Gerätenummer” meint hier den Prüfer, nicht den Prüfling. In der
Prüflingsdatenbank [S13] bezeichnet dieselbe Vokabel dagegen die Kennung
eines Prüflings. Das Gerät verwendet den Begriff also je nach Zusammenhang
für zwei verschiedene Dinge — beim Lesen von Protokollen darauf achten.
3. Datum : 02/10/3? — das ? erscheint auch im Ausdruck.
Die Konvention „Fragezeichen für einen unbekannten Wert” gilt nicht nur auf der
Anzeige, sondern auch auf Papier. Das Gerät druckt lieber ein
Fragezeichen, als eine Jahreszahl zu erfinden.
Der Stand ist wieder undefiniert, weil die Uhr ohne Pufferung bei jedem
Einschalten neu beginnt (BATTERIE.md). 00:37:27 ist die Einschaltdauer.
4. Neu: das Feld Prüfer: — es steht leer am Ende des Protokolls.
Zwei Deutungen, beide plausibel:
Ein speicherbares Textfeld, das hier schlicht nicht gefüllt ist.
F-Zweig, wo auch Betreibertext und Uhr liegen.
Findet sich einer, ist es ein Datenfeld — sonst eine Schreiblinie.5. Der Aufbau ist zweigeteilt — Kopf mit Betreiber und Gerät, dann durch gestrichelte Linien abgesetzt das Ergebnis, dann die Einzelangaben. Für Prüfprotokolle von Prüflingen ist dieselbe Gliederung zu erwarten, mit den Messwerten anstelle der Selbsttestmeldung.
Damit ist zugleich belegt: der Drucker funktioniert und Papier ist vorhanden.
1. Es gibt eine gepufferte Echtzeituhr. Ein Gerät, das Zeit und Datum druckt, hat eine Uhr, die im ausgeschalteten Zustand weiterläuft — also eine Batterie oder einen Akku. Bei einem Gerät dieses Alters ist das der wahrscheinlichste Verschleißpunkt überhaupt.
Dieser Test kostet nichts und ist der wertvollste Zustandsbefund, der sich ohne Öffnen gewinnen lässt.
2. Die Gerätenummer ist noch nicht zugeordnet.
B928161?3. Die Nennspannung ist ein Einstellwert. Wenn das Gerät sie ausdruckt,
kennt es sie — entweder fest eingestellt oder gemessen.
230 V? 220 V?)START aktiv, lässt er sich abbrechen?Erreicht: Softkey Zeile 3 von [S02] · Aufnahme begonnen 2026-08-14
1 Betriebsart: IEC
2> Klassifikation → [S15]
3> Grenzwerteingabe → [S16]
4> Nur Messgerät → [S17]
LED: noch nicht notiert
| Zweig | Was dahintersteckt |
|---|---|
Klassifikation |
Einordnung des Prüflings — Schutzklasse, Anwendungsteil-Typ. Der Einstieg in den vollständigen genormten Prüfablauf mit Bewertung und Protokoll. |
Grenzwerteingabe |
Die Grenzwerte sind einstellbar, nicht fest verdrahtet. Bemerkenswert für ein Normprüfgerät — und ein Ort, an dem man nichts verstellen sollte, solange die Werkseinstellung unbekannt ist. |
Nur Messgerät |
Betrieb als reines Messgerät, ohne Prüfablauf, ohne Bewertung, ohne Datenbank. |
Nur Messgerät — der gefahrlose Zugang zu den MessfunktionenDas ist der praktisch wertvollste Fund dieses Bildschirms. Ein Modus, der einzelne Messungen ohne Prüflingsbezug erlaubt, bedeutet:
FUNKTIONSAUFNAHME.md, Abschnitt A).Für Abschnitt F der Funktionsaufnahme ist damit der Weg gefunden: Messungen
werden über Nur Messgerät erprobt, nicht über den Prüfablauf.
Grenzwerteingabe — ansehen, nicht ändernDass sich Grenzwerte eingeben lassen, ist für sich schon eine Aussage über das Gerät: Es ist nicht auf eine Normfassung festgenagelt, sondern anpassbar.
⚠️ Werte notieren, bevor irgendetwas verändert wird. Ob es eine Funktion „Werkseinstellung” gibt, ist unbekannt. Ein verstellter Grenzwert ist ohne Kenntnis des Ausgangswerts nicht wiederherstellbar — und er würde jede spätere Bewertung stillschweigend verfälschen.
[S05] hätte
dann eigene Werte.↓ · Verhalten von FBetriebsart: IEC — an derselben Stelle, an der in [S06] noch
Betriebsart ? stand. Das Fragezeichen ist durch den gewählten Wert
ersetzt. Damit ist das Bauprinzip der Oberfläche endgültig belegt:
Zeile 1 nennt Thema und aktuellen Wert.
?heißt „nicht gesetzt”.
Die Gegenprobe, die für [S06] vorgemerkt war, ist damit erledigt.
IEC in [S13] ist das Prüfregime des DatensatzesDas Gerät kürzt die Betriebsart hier mit IEC ab — genau die
Zeichenfolge, die in der Prüflingsdatenbank [S13] in Zeile 2 steht und sich
beim Blättern mit dem Datensatz ändert.
Damit ist die dortige Arbeitsvermutung so gut wie belegt: Jeder Prüfling trägt sein Prüfregime mit sich. Die endgültige Gegenprobe bleibt, einen Datensatz zu finden, bei dem stattdessen die VDE-Kennung steht.
Klassifikation als erster SchrittNach der Norm kommt die Einordnung des Prüflings — Schutzklasse,
Anwendungsteil-Typ. Genau das erwartet der Erwartungsrahmen in
FUNKTIONSAUFNAHME.md: Ohne Klassifizierung gibt es keine Grenzwerte, und
ohne Grenzwerte kein Bestanden/Nicht bestanden.
Der Ablauf zeichnet sich damit ab:
Prüfling wählen → Norm → Klassifikation → Messung → Bewertung → Ausdruck
Klassifikation ein >, oder ist es eine Überschrift zu den
Zeilen darunter?Erreicht: Softkey Zeile 2 von [S04] · aufgenommen 2026-08-14
1 Schutzklasse:
2> Klasse I → [S18]
3> Klasse II → [S19]
4> int. Stromquelle → [S20]
LED: noch nicht notiert
Drei Möglichkeiten, und sie decken den Geltungsbereich der IEC 601-1 vollständig ab:
| Auswahl | Prüfling |
|---|---|
| Klasse I | Schutz durch Schutzleiter — Gehäuse ist mit PE verbunden |
| Klasse II | schutzisoliert, kein Schutzleiter |
| int. Stromquelle | Gerät mit interner Stromquelle — batteriebetrieben, ohne Netzanschluss |
int. Stromquelle ergänzt den ErwartungsrahmenDer Erwartungsrahmen in FUNKTIONSAUFNAHME.md führte nur Schutzklasse I und
II auf. Die dritte Kategorie der Norm — Geräte mit interner Stromquelle —
fehlte dort. Das Gerät ist vollständiger als der Rahmen, gegen den es
gehalten wurde.
Das ist keine Kleinigkeit: Ein batteriebetriebenes Medizingerät hat keinen Netzanschluss, also auch keinen Erdableitstrom und keine netzbezogenen Fehlerbedingungen. Geprüft werden dort im Wesentlichen Patientenableitstrom und Patientenhilfsstrom — und genau dafür sind die zehn Buchsen auf der Front da.
Erwartung für diesen Zweig: ein deutlich kürzerer Prüfumfang als bei Klasse I. Gute Gelegenheit, das Gerät beim Denken zu beobachten — was es weglässt, sagt so viel wie das, was es prüft.
Nach der Schutzklasse fehlt noch der Anwendungsteil-Typ (B / BF / CF). Er bestimmt die Grenzwerte für die Patientenableitströme und ist für ein Medizinprüfgerät unverzichtbar.
Erreicht: Softkey Zeile 2 von [S15] · aufgenommen 2026-08-14
1 Klassifikation
2 fest angeschlossenes
3> Gerät ? ja → [S21]
4> Nein → [S22]
LED: noch nicht notiert
Neue Beobachtung, die das bisherige Bild verfeinert: Die Frage
„fest angeschlossenes Gerät ?” erstreckt sich über die Zeilen 2 und 3 —
und Zeile 3 trägt zugleich die Antwort ja und ein >.
Damit ist zu präzisieren:
Zeile 1 trägt nie ein
>. Fortsetzungstext einer Überschrift oder Frage kann sich dagegen eine Zeile mit einer Option teilen; die auswählbare Angabe steht dann rechts in der Zeile.
Beim Abschreiben deshalb immer die ganze Zeile aufnehmen, nicht nur das Wort, das nach Option aussieht.
Auch das ? fügt sich in die bekannte Konvention: ein noch nicht gesetzter
Wert. Hier zugleich als Frage gelesen.
Ein fest angeschlossenes Gerät ist ortsfest installiert und hat keinen Netzstecker — es lässt sich also nicht in die Prüfsteckdose stecken.
Das ändert den ganzen Messaufbau:
| Gerät mit Stecker | Fest angeschlossenes Gerät | |
|---|---|---|
| Netzversorgung | über die Prüfsteckdose des µP601 | bleibt an der Hausinstallation |
| Fehlerbedingungen (Netzleiter offen, Phase vertauscht) | vom Gerät schaltbar | nicht herstellbar |
| Schutzleitermessung | über den Stecker | über Prüfspitze am Schutzleiteranschluss |
| Ableitstrommessung | direkt | nur als Ersatzableitstrom oder über Differenzstrom |
Die Frage entscheidet also, welche Prüfschritte überhaupt möglich sind. Dass das Gerät sie so früh stellt — direkt nach der Schutzklasse und noch vor allem anderen — ist folgerichtig.
Zu erwarten ist, dass der Zweig ja einen deutlich kürzeren Prüfumfang
ergibt als Nein.
Erreicht: Softkey Zeile 3 von [S18] · aufgenommen 2026-08-14
1 Klassifikation:
2> Typ B → [S23]
3> Typ BF → [S24]
4> Typ CF → [S25]
LED: noch nicht notiert
Damit ist die Klassifikationskette komplett:
Schutzklasse → fest angeschlossen? → Anwendungsteil-Typ
| Typ | Bedeutung |
|---|---|
| B | Body — Anwendungsteil mit Grundschutz, erdbezogen. Nicht für direkte Anwendung am Herzen. |
| BF | Body Floating — Anwendungsteil galvanisch getrennt vom übrigen Gerät. |
| CF | Cardiac Floating — getrennt und für die direkte Anwendung am Herzen zugelassen. Strengste Grenzwerte. |
Der Typ bestimmt die zulässigen Patientenableitströme, und die Unterschiede
sind erheblich — bei CF liegen sie um eine Größenordnung unter denen von
B und BF.
Welche Werte dieses Gerät ansetzt, steht nicht in einem Lehrbuch, sondern im
Gerät selbst: in Grenzwerteingabe ([S16]). Das ist der maßgebliche
Beleg — und ein Grund mehr, jene Tabelle vollständig abzuschreiben, bevor dort
irgendetwas verändert wird.
Angezeigt werden genau drei Optionen, die die Zeilen 2 bis 4 füllen. Ein Prüfling ohne Anwendungsteil — ein Medizingerät ohne Patientenkontakt — hat hier keinen sichtbaren Platz.
↑ oder ↓? Wenn ja, ist die Liste länger als der
Bildschirm und es rückt eine vierte Möglichkeit nach. Wenn beide dunkel
sind, kennt das Gerät an dieser Stelle nur diese drei — und dann ist
die Frage, wie es Geräte ohne Anwendungsteil behandelt.Erreicht: Softkeys von [S21] · noch nicht betreten
Hier endet voraussichtlich die Klassifikation und der eigentliche Prüfablauf beginnt — der Punkt, an dem die sechs Piktogramme der Frontplatte auftauchen sollten.
⚠️ Ab hier wird es ernst. Am Ende eines Prüfablaufs legt das Gerät Netzspannung auf die Prüfsteckdose. Solange nichts angeschlossen ist, ist das Durchklicken ungefährlich — aber ab hier lohnt es, vor jedem Schritt auf die Anzeige zu sehen, statt durchzutippen.
Erreicht: Softkey Zeile 4 von [S18] · noch nicht betreten
Der Regelfall — Prüfling mit Netzstecker. Hier ist der vollständige Prüfumfang zu erwarten.
Erreicht: Softkey Zeile 3 von [S15] · noch nicht betreten
Erreicht: Softkey Zeile 4 von [S15] · noch nicht betreten
Erreicht: Softkey Zeile 3 von [S04] · noch nicht betreten
⚠️ Nur ansehen und abschreiben. Siehe Warnung bei [S04].
Erreicht: Softkey Zeile 4 von [S04] · noch nicht betreten
Der Zweig, über den später gemessen wird. Hier sollten die einzelnen Messgrößen unmittelbar wählbar sein.
START?Erreicht: Softkey Zeile 4 von [S02] · aufgenommen 2026-08-15
1 Betriebsart: VDE
2> Klassifikation → …
3> Grenzwertangabe → …
4> Nur Messgerät → [S26]
LED: noch nicht notiert
VDE ist die KurzformDie Betriebsart wird mit VDE abgekürzt, so wie die andere mit IEC
([S04]). Damit steht das Gegenstück fest, nach dem in der
Prüflingsdatenbank [S13] zu suchen ist:
VDE in
Zeile 2 suchen. Findet sich einer, ist endgültig belegt, dass jeder
Prüfling sein Prüfregime mit sich trägt.GrenzwerteingabeNachgelesen am 2026-08-15: In beiden Betriebsarten lautet der Menüpunkt
Grenzwerteingabe. Eine zwischenzeitlich vermutete Unterscheidung
(-angabe gegen -eingabe, also nur anzeigen gegen einstellen) beruhte auf
einem Abschreibfehler und ist gegenstandslos.
Die sachliche Frage dahinter bleibt aber offen und ist zu prüfen:
⚠️ Zum Nachsehen genügt das Öffnen. Nichts verändern, in keinem der beiden Zweige — die Werkseinstellung ist unbekannt und nicht wiederherstellbar.
Erreicht: Softkey Zeile 3 von [S05] · aufgenommen 2026-08-15
1 Ableitstrommessung:
2 Prüfling in Betrieb
3> nehmen? Ja → …
4> Nein → …
LED: noch nicht notiert
Grenzwerteingabe führt nicht unmittelbar zu einer Werteliste, sondern
stellt zuerst eine Verfahrensfrage. Das ist folgerichtig: Ein Grenzwert für
den Ableitstrom ist ohne das Messverfahren nicht bestimmt. DIN VDE 0751
setzt für die beiden Verfahren unterschiedliche Grenzen.
Der Erwartungsrahmen in FUNKTIONSAUFNAHME.md sagte für den VDE-Zweig
voraus, dass zwischen Direktmessung und Ersatzableitstrommessung
unterschieden wird. Genau das steckt hinter dieser Frage:
| Antwort | Verfahren |
|---|---|
Ja |
Direktmessung — der Prüfling läuft an der Prüfsteckdose, gemessen wird der tatsächlich fließende Ableitstrom. Realistisch, aber mit Netzspannung am Prüfling. |
Nein |
Messung am stromlosen Prüfling — Ersatzableitstrom- oder Differenzstromverfahren. Zwischen den gebrückten Netzkontakten und Gehäuse bzw. Anwendungsteil wird eine Prüfspannung angelegt. Sicherer, in der Wiederholungsprüfung üblich. |
Ersatzableitstrom, Differenzstrom, Direktmessung?Erreicht: Antwort Nein auf [S32] · aufgenommen 2026-08-15
1 Grenzwerteingabe:
2 Schutzleiter
3 <leer>
4 R-PE : Ω
LED: noch nicht notiert
Nach der Verfahrensfrage folgt ein Bildschirm je Grenzwert — hier der
erste: der Schutzleiterwiderstand, bezeichnet als R-PE, Einheit
Ω.
Es ist also keine blätterbare Tabelle, sondern eine geführte Abfolge. Damit erklärt sich auch, warum das Gerät ohne Blätterfunktion auskommt: Wo andere Geräte eine Liste anbieten, führt der µP601 Schritt für Schritt.
↑, ein Softkey, oder erst nach
einer Eingabe?Auf der Zeile steht R-PE : und rechts die Einheit Ω — ein Zahlenwert
wurde nicht mit notiert.
Zwischen : und Ω steht keine Zahl (bestätigt 2026-08-15). Das Feld ist
leer und erwartet eine Eingabe, ohne den geltenden Grenzwert zu zeigen.
Damit ist die Grenzwerttabelle auf diesem Weg nicht lesbar. Der Plan, sie hier abzuschreiben, ist gescheitert.
Dasselbe Verhalten zeigt die Uhr-Eingabemaske [S10]: Auch dort sind alle
Felder leer, obwohl im Gerät Werte stehen. Daraus wird eine Regel:
Eingabemasken zeigen den Ist-Wert nicht. Sie nehmen entgegen, sie berichten nicht.
Der Ist-Wert steht stattdessen an anderer Stelle — bei der Uhr auf einem
eigenen Bildschirm Anzeigen [S11], sonst in der Kopfzeile
(Betriebsart: IEC, Uhrzeit ?).
Anzeigen? Bei der Uhr
hat Bender Ansehen und Ändern sauber getrennt. Falls es das hier auch
gibt, ist die Tabelle doch lesbar — zu suchen im F-Zweig oder als
weiterer Punkt neben Grenzwerteingabe.⚠️ Erst recht nichts eingeben. Ein leeres Feld verrät nicht, was es
ersetzen würde. Diesen Bildschirm ausschließlich mit START verlassen.
↑ leuchtet — und es ist unklar, was es tutAuf [S33] ist die ↑-LED an (belegt 2026-08-15). Nach dem
Tastenmodell heißt das „übernehmen”. Bei einem leeren Feld sind aber zwei
Wirkungen denkbar, und sie sind nicht zu unterscheiden, ohne es zu tun:
| Deutung | Folge bei leerem Feld |
|---|---|
↑ = Wert übernehmen |
Der gespeicherte Grenzwert wird durch nichts oder durch 0 ersetzt — Verlust |
↑ = weiter zum nächsten Grenzwert |
Leeres Feld heißt „unverändert lassen”, die Abfolge läuft weiter — harmlos |
Für eine geführte Abfolge wäre die zweite Lesart naheliegend. Sie am Grenzwertsatz auszuprobieren, wäre trotzdem leichtsinnig: Trifft die erste zu, ist ein Wert unwiederbringlich weg, dessen Ausgangszustand niemand kennt.
↑ blättert weiterMit leerem Feld gedrückt, springt das Gerät zum nächsten Grenzwert — der
ebenfalls leer ist. ↑ wirkt hier also als Weiter, nicht als
„übernehmen”.
Damit ist die Abfolge gefahrlos durchblätterbar — und das ist mehr wert, als es zunächst klingt:
Die Reihenfolge der Grenzwertbildschirme ist die vollständige Liste der Größen, die dieses Gerät bewertet. Auch ohne die Zahlenwerte beantwortet sie die Ausgangsfrage „was kann das Gerät” genauer als alles andere bisher.
R-PE : Ω, und was danach kommt. Ergebnis unten eintragen.Restunsicherheit, ehrlich vermerkt: Dass das erste Feld unverändert blieb, ist damit nicht bewiesen — nachsehen lässt es sich nicht, weil das Gerät gespeicherte Grenzwerte nirgends anzeigt. Die Wahrscheinlichkeit spricht klar für „unverändert” (sonst wären fortgeschaltete Felder auch nicht leer, sondern genullt sichtbar), aber die Gegenprobe bleibt das Prüfprotokoll: Steht dort ein plausibler Grenzwert neben dem Messwert, ist alles in Ordnung.
Die Uhr ist das ideale Versuchsobjekt. Ihre Eingabemaske [S10] ist
genauso gebaut — mehrere Felder, alle leer —, und ihr Inhalt ist ohne Wert:
Ohne Batterie geht er beim Ausschalten ohnehin verloren, und neu stellen
dauert eine halbe Minute.
[S10] erneut aufrufen, ein einzelnes Feld leer lassen, die übrigen
ausfüllen, ↑ drücken — und in [S11] Anzeigen nachsehen.
→ Alter Wert steht noch: Leer bedeutet „unverändert”. Dann ist ↑
auch bei den Grenzwerten ungefährlich.
→ Feld ist genullt: Leer überschreibt. Dann darf ↑ auf [S33]
nie gedrückt werden.Ein Versuch am wertlosen Objekt, der die Frage für das wertvolle beantwortet.
Über ein vollständiges Prüfprotokoll. In einem echten Prüfablauf — nicht
in Nur Messung — bewertet das Gerät jeden Messwert und druckt ihn aus.
Prüfprotokolle solcher Geräte stellen üblicherweise Messwert und Grenzwert
gegenüber, samt Urteil.
Das ist der eine Ausdruck, der sich wirklich lohnt:
FUNKTIONSAUFNAHME.md, Abschnitt F) und das Protokoll aufheben.
Es liefert in einem Zug das Protokollformat, die Prüfschritt-
reihenfolge und voraussichtlich die Grenzwerte.research/ als eigenes Dokument
festhalten — sie existiert sonst nirgends.Alternativ später über die RS-232, wenn dort dasselbe ausgegeben wird.
Ω ist bestätigtDie Anzeige stellt Ω dar. Zusammen mit dem µ aus [S31] sind damit
zwei Zeichen belegt, die im HD44780-A00-Zeichensatz enthalten sind
(µ auf 0xE4, Ω auf 0xF4).
Die Annahme eines HD44780-kompatiblen Zeichendisplays ist damit gut gestützt.
Offen bleibt allein die Herkunft der Umlaute — sie fehlen im A00-Satz und
dürften als selbstdefinierte Zeichen im CGRAM liegen
(FUNKTIONSAUFNAHME.md, Abschnitt A).
⚠️ Die Antwort Ja ist eine Ansage. Sie bedeutet, dass das Gerät im
weiteren Verlauf Netzspannung auf die Prüfsteckdose legt und den Prüfling
in Betrieb nimmt. Solange nur kartiert wird und nichts angeschlossen ist, ist
das folgenlos — aber es ist der Punkt, ab dem das gilt.
Die Frage läuft über die Zeilen 2 und 3, und Zeile 3 trägt zugleich die
Antwort Ja — dasselbe Muster wie [S18] („fest angeschlossenes / Gerät ?
ja”). Die Regel von dort bestätigt sich.
Beide Betriebsarten bieten dieselben drei Wege. Der Unterschied liegt also nicht in der Gliederung, sondern in dem, was hinter den Zweigen steckt — Prüfschritte, Verfahren und Grenzwerte. Für die Aufnahme heißt das: Der VDE-Zweig ist kein Sonderfall, sondern eine zweite vollständige Ausprägung desselben Gerüsts.
Erreicht: Nur Messgerät von [S05] · aufgenommen 2026-08-14
1 >>> Nur Messung <<<
2> Schutzleiter → [S27]
3> Isolation → …
4> Ableitstrom → …
LED: noch nicht notiert
Die drei Grundmessungen des Geräts, auf einem Bildschirm. Damit ist die oberste Gliederung des Messteils bekannt:
| Zweig | Deckt ab |
|---|---|
| Schutzleiter | Durchgang und Widerstand des Schutzleiters |
| Isolation | Isolationswiderstand, Piktogramm mit MΩ |
| Ableitstrom | die Strommessungen, Piktogramm mit µA |
Die Kopfzeile ist hier nicht beschreibend, sondern eine Betriebsartwarnung:
>>> Nur Messung <<<, in Pfeile gesetzt. Das Gerät weist darauf hin, dass
hier ohne Bewertung und ohne Prüflingsbezug gemessen wird.
Schreibweise: Die Zeile erscheint mal als >>> Nur Messung <<<, mal als
>>> NUR MESSUNG <<< (siehe [S27]). Weitere Uneinheitlichkeit im
Softwarestand IVM429 D, wie ja/Nein und SET:.
Erreicht: Softkey Zeile 2 von [S26] · aufgenommen 2026-08-14
1 >>> NUR MESSUNG <<<
2 Netzleitung
3> fest → …
4> abnehmbar → [S28]
LED: noch nicht notiert
Dieselbe Unterscheidung wie in der Klassifikation des IEC-Zweigs ([S18]),
hier auf die Leitung bezogen: fest angeschlossen oder abnehmbar. Sie
entscheidet, ob überhaupt eine Kupplung zu prüfen ist.
Erreicht: Softkey Zeile 4 von [S27] · aufgenommen 2026-08-14
1 >>> Nur Messung <<<
2 Schutzleiter
3> Zuleitung → [S29]
4> Gehäuse → …
LED: noch nicht notiert
Zwei verschiedene Schutzleitermessungen:
Zuleitung — die abnehmbare Leitung für sich allein, von Stecker zu
Kupplung. Das ist Piktogramm 3 (Hand mit zwei Kabelenden).Gehäuse — vom Netzstecker zum berührbaren Metall des Prüflings,
angetastet mit der Prüfspitze. Vermutlich Piktogramm 2.Erreicht: Softkey Zeile 3 von [S28] · durchgeführt 2026-08-14
Die Messung läuft und zeigt den Widerstand in Ohm.
Erster Messwert: 0,109 Ω, Prüfstrom 16 A AC (mit der Stromzange
gemessen, das Gerät selbst nennt ihn nicht — FUNKTIONSAUFNAHME.md,
Abschnitt F).
Beim Start der Messung leuchtet das dritte Piktogramm auf — das mit der Hand und den beiden Kabelenden.
Das ist ein Befund von grundsätzlicher Bedeutung: Die sechs Schaltbilder auf der Frontplatte sind keine gedruckten Beschriftungen, sondern hinterleuchtete Anzeigen. Sie zeigen im Betrieb, welcher Messaufbau gerade aktiv ist.
Damit ist die Frontplatte ein Schaltbild-Display: Der Anwender sieht nicht nur einen Zahlenwert auf vier Zeilen, sondern die zugehörige Beschaltung als Bild — welche Buchsen beteiligt sind, wo der Schutzleiter aufgetrennt wird, wogegen gemessen wird. Für ein Gerät mit einem so kleinen Textdisplay ist das eine elegante Lösung.
Und es macht die Piktogramme entschlüsselbar: Jeder Messpunkt im Menü lässt sich seinem Schaltbild zuordnen, indem man beobachtet, welche Fläche aufleuchtet. Die Frage aus der Frontplattenaufnahme — was zeigen die sechs Bilder? — ist damit systematisch beantwortbar, ohne Handbuch.
F-Menü der Betriebsartenwahl — die VerwaltungsebeneErreicht: F von [S02] · aufgenommen 2026-08-14
1 Betriebsart ? 57
2> Messroutine → [S07]
3> Messdatenverwaltung → [S08]
4> Uhr → [S09]
LED: noch nicht notiert
Damit ist die Arbeitsvermutung bestätigt: F führt zur Verwaltungsebene.
Der Hauptweg über die Softkeys führt zu den Messungen, F zu allem, was das
Gerät sonst noch kann. Alle drei Softkeys sind hier belegt — der erste
Bildschirm, der das ausnutzt.
Betriebsart ? 57Eine Statuszeile, kein Menüpunkt — sie trägt kein >. Zwei Bestandteile,
beide noch zu deuten.
Betriebsart ? — das Fragezeichen liest sich als „noch keine
Betriebsart gewählt”. Passt zur Lage: Man ist über F aus der
Betriebsartenwahl [S02] herausgesprungen, ohne eine Norm zu wählen. Erwartung
für die Gegenprobe: erst IEC 601-1:1988 wählen, dann F drücken — steht
dann statt des Fragezeichens die Norm da?
57 — steht rechts in der Kopfzeile, an derselben Stelle, an der auf dem
Startbildschirm IVM429 D steht. Deutungen:
| Lesart | Gegenprobe |
|---|---|
| Bildschirm- oder Funktionsnummer — dann wären Menüpunkte über den Nummernblock direkt anwählbar, und die Frage nach langen Listen wäre beantwortet | Auf anderen Bildschirmen nachsehen: trägt jeder eine eigene Nummer? Eine Zahl eintippen — springt das Gerät? |
| Zähler des Messdatenspeichers — 57 gespeicherte Datensätze oder 57 freie Plätze | Mit dem Inhalt von [S08] vergleichen |
| Kennzahl der Betriebsart | Nach Wahl einer Norm erneut ansehen — ändert sich die Zahl? |
Beim Blättern in [S13] gezählt: etwa 69 verschiedene Gerätenummern.
⚠️ Die Zahl ist eine Schätzung, kein Messwert. Der Zähler hat beim Durchblättern möglicherweise Tastendrücke mitgezählt, auf die das Gerät nicht reagiert hat. Die tatsächliche Zahl kann darunter liegen — und die Rechnung unten steht und fällt mit ihr.
Damit ist die Lesart „57 = Anzahl der gespeicherten Datensätze” widerlegt — es sind mehr.
Aber die Zahlen passen zusammen, wenn 57 die freien Plätze meint:
69 belegt + 57 frei = 126
126 ist eine plausible Speicherkapazität für ein Gerät dieser Bauart —
zwei Plätze unter 128. Das wäre die schlüssigste Deutung: Zeile 1 von
[S06] zeigt an, wie viele Prüflinge noch angelegt werden können.
Das ist vorerst Arithmetik, keine Beobachtung. Es steht und fällt mit der genauen Zahl:
Gerätenr mitschreiben. Dann fallen
Wiederholungen und Auslassungen auf, und ein hängengebliebener
Tastendruck verfälscht das Ergebnis nicht.
Noch besser: warten, bis die RS-232 läuft — ein Auszug des ganzen
Bestands liefert die Zahl nebenbei und fehlerfrei
(FUNKTIONSAUFNAHME.md, Abschnitt E).57, wenn eine andere Betriebsart gewählt ist?
(Getrennte Kontingente für IEC und VDE wären denkbar.)Nicht ausprobieren: Einen Datensatz anlegen, um zu sehen, ob die Zahl auf 56 fällt, wäre der direkte Beweis — aber ein Schreibvorgang im Bestand des Vorbesitzers. Erst, wenn der Bestand gesichert ist.
Die zuvor erwogene Lesart „Bildschirmnummer” bleibt offen; sie klärt sich
beiläufig, sobald auf einem anderen Bildschirm eine Zahl an derselben Stelle
auftaucht. Ihre ursprüngliche Bedeutung — als möglicher Weg zur Bedienung
langer Listen — ist dagegen hinfällig: Listen werden mit ↑/↓ durch-
geblättert ([S13]).
↓ von hier — nach [S02] zurück?F von hier aus? Gibt es eine dritte Nebenebene?Betriebsart ?: erst Norm wählen, dann FErreicht: Softkey Zeile 2 von [S06] · aufgenommen 2026-08-14
1 Datenbank :
2 Zugriff ?
3> über Gerätenummer → [S12]
4> über Suchen → [S13]
LED: noch nicht notiert
Bemerkenswert: Wer „Messroutine” wählt, landet nicht bei den Messgrößen, sondern bei einer Datenbank. Das Gerät ist prüflingsorientiert gebaut — zuerst wird festgelegt, woran gemessen wird, dann erst was.
Das passt zum Einsatzzweck: Ein Sicherheitstester in der Medizintechnik prüft denselben Gerätebestand in wiederkehrenden Abständen. Die Zuordnung Messwert → Prüfling ist die eigentliche Leistung, nicht die Einzelmessung.
Damit ist auch klar, wo die sechs Piktogramme der Frontplatte auftauchen: erst hinter der Prüflingsauswahl, nicht davor.
Datenbank : / Zugriff ? — dieselbe Form wie
Betriebsart: / Prüfungen nach: in [S02].? für „nicht gesetzt”: Zugriff ? — die Zugriffsart ist noch nicht
gewählt. Dritter Beleg für die Konvention.über Suchen führt in den vorhandenen Datenbestand. Zeigt sich dort etwas,
haben die Daten des Vorbesitzers die leere Pufferbatterie überlebt — die
offene Frage aus BATTERIE.md, Folge 2, wäre dann hier beantwortet, ohne den
Umweg über [S08].
⚠️ Nur ansehen, nicht messen. Die Prüflingsauswahl ist der Einstieg in
einen Prüfablauf, an dessen Ende Netzspannung auf der Prüfsteckdose liegt.
Solange nichts angeschlossen ist, ist das Blättern in der Datenbank
ungefährlich — aber START nicht aus Versehen drücken.
über Suchen setzt einen Bestand voraus, der größer ist als drei Einträge.
Das ist die Stelle, an der sich die seit [S02] offene Frage klärt: Wie
stellt ein Gerät mit drei Softkeys und ohne Blättertasten eine lange Liste dar?
Zu beobachten:
↑, der Nummernblock?57 in [S06]?Auf dem Selbsttest-Ausdruck ([S03]) steht ebenfalls eine
Gerätenummer — dort naheliegenderweise die des µP601 selbst. Hier bezeichnet
derselbe Begriff die Kennung eines Prüflings.
Erreicht: Softkey Zeile 3 von [S07] · noch nicht betreten
Direkte Eingabe einer Prüflingsnummer, vermutlich über den Nummernblock.
Erwartete Form: eine Eingabemaske wie [S10], mit ↑ zum Übernehmen.
Erreicht: Softkey Zeile 4 von [S07] · aufgenommen 2026-08-14
1 Gerätenr:112
2 IEC (linksbündig)
3> Daten → [S14]
?> Ende → zurück
LED: ↑ ● · ↓ ● — blättern durch den Datenbestand
Daten und Ende auf
einer Zeile nebeneinander, oder auf Zeile 3 und Zeile 4? Ersteres
wäre ein Bruch mit dem bisherigen Bild, dass jede belegte Zeile genau
einem Softkey entspricht — und damit ein wichtiger Nachtrag zur Notation.Gerätenr:112 — es sind Prüflinge gespeichert, und mit ↑/↓ lässt sich
durch sie blättern.
Damit ist die offene Frage aus BATTERIE.md beantwortet: Der Messdaten-
speicher hing nicht an der leeren Pufferbatterie. Er ist nichtflüchtig —
so wie Betreibertext und Gerätenummer, die den Spannungsverlust ebenfalls
überstanden haben.
Der Bestand ist damit auch beim späteren Batteriewechsel nicht gefährdet.
⚠️ Trotzdem gilt weiter: Es ist die einzige Kopie. Keine Lösch-, Rücksetz- oder Neuanlagefunktion bestätigen, bevor der Bestand gesichert ist.
↑/↓ blättern hier durch Datensätze — Nachtrag zum TastenmodellBisher galt: ↑ = eine Ebene hinein oder bestätigen, ↓ = eine Ebene heraus.
In einer Liste bewegen sie sich stattdessen durch die Einträge.
Die Lesart bleibt im Kern erhalten — ↑ vorwärts, ↓ rückwärts —, aber
worin vorwärts und rückwärts gegangen wird, hängt vom Bildschirm ab:
| Bildschirmart | ↑ |
↓ |
|---|---|---|
| Auswahlmenü | eine Ebene hinein | eine Ebene heraus |
Eingabemaske [S10] |
Wert übernehmen | ○ dunkel |
Liste [S13] |
nächster Datensatz | vorheriger Datensatz |
Damit ist die seit [S02] offene Frage beantwortet: Das Gerät braucht
keine gesonderte Blätterfunktion und keine Direktwahl über den Nummernblock —
in Listen sind ↑/↓ die Blättertasten. Der Menübaum ist deshalb schmal
gebaut, die Listen aber beliebig lang.
Der Verlass bleibt die LED: Sie sagt, dass die Taste etwas tut. Was sie tut, sagt der Bildschirm.
IEC — vermutlich das Prüfregime des DatensatzesBeim Blättern ändert sich mit der Gerätenummer auch Zeile 2. Sie gehört also zum Datensatz, nicht zum Bildschirm.
Arbeitsvermutung: Dort steht, nach welcher Norm dieser Prüfling geprüft
wird — passend zur Betriebsartenwahl in [S02], wo IEC 601-1:1988 und
DIN VDE 0751T1/90 zur Wahl stehen. Jeder Prüfling trüge damit sein
Prüfregime mit sich.
IEC steht. Taucht dort VDE, 0751 oder Ähnliches auf, ist
die Deutung belegt.57 aus [S06]? Dann wäre die 57 ein Zähler des
Datenbestands — und keine Bildschirmnummer.
Beachte: Gerätenr:112 ist größer als 57, die Nummern müssen also nicht
lückenlos sein.F von hier aus?Erreicht: Softkey Daten von [S13] · zurückgestellt 2026-08-14
Hier liegen die Angaben zu einem Prüfling — das, was der Vorbesitzer über Jahre erfasst hat.
Befund: Die Messdaten lassen sich ausschließlich ausdrucken, nicht auf der Anzeige durchsehen. Bei vier Zeilen zu je etwa zwanzig Zeichen ist das nachvollziehbar — ein vollständiger Prüfbericht mit Messgrößen, Bedingungen und Grenzwerten passt dort nicht hinein. Der Drucker ist nicht Beiwerk, sondern die eigentliche Ausgabe des Geräts.
Der Bestand wird vorerst nicht ausgedruckt. Jeder Ausdruck belastet den Nadeldrucker — Farbband und Druckkopf sind Verschleißteile, für die es nach über dreißig Jahren keinen selbstverständlichen Ersatz gibt. 69 Datensätze einzeln auszudrucken, nur um sie zu lesen, wäre ein schlechtes Geschäft.
Damit hängt die Auswertung des Datenbestands an der RS-232. Sie ist nicht
mehr nur bequemer, sondern der einzige verschleißfreie Weg an diese Daten.
Das Vorhaben aus STAND.md — den Ausdruck elektronisch aufnehmen — bekommt
dadurch einen zweiten, unabhängigen Zweck: nicht nur künftige Protokolle
sichern, sondern den vorhandenen Bestand überhaupt erst lesbar machen.
Beruhigend dabei: Der Bestand ist nichtflüchtig und hat schon Jahre ohne Batterie überstanden. Es eilt nicht.
57 in [S06][S14] auf der Anzeige wenigstens einzelne Felder, bevor
gedruckt wird — oder führt der Weg unmittelbar zum Ausdruck?Erreicht: Softkey Zeile 3 von [S06] · noch nicht betreten
⚠️ Der wichtigste noch offene Bildschirm des Projekts. Hier entscheidet
sich, ob die Messdaten des Vorbesitzers erhalten sind — und damit, ob der
Speicher an der leeren Pufferbatterie hing (BATTERIE.md, Folge 2).
57?⚠️ Nur ansehen. In einer Datenverwaltung liegen Lösch- und Rücksetzfunktionen. Nichts bestätigen, dessen Wirkung nicht feststeht — es ist die einzige Kopie.
Erreicht: Softkey Zeile 4 von [S06] · aufgenommen 2026-08-14
1 Uhrzeit ?
2 <leer>
3> Einstellen → [S10]
4> Anzeigen → [S11]
LED: noch nicht notiert
Ein Zwischenmenü — nicht die Uhranzeige selbst. Die Trennung von
Einstellen und Anzeigen ist bemerkenswert sauber: Man kann die Uhr
ansehen, ohne in den Eingabemodus zu geraten.
Uhrzeit ? folgt demselben Muster wie Betriebsart ? in [S06]. Damit ist
das Bauprinzip der Oberfläche belegt:
Zeile 1 nennt das Thema des Bildschirms und den gerade gültigen Wert. Steht dort ein
?, ist der Wert nicht gesetzt.
Hier heißt das: Das Gerät weiß selbst, dass seine Uhr nicht gestellt ist. Es zeigt keinen Fehler, sondern schlicht einen unbekannten Wert — dieselbe nüchterne Konvention wie bei der noch nicht gewählten Betriebsart.
Nach dem Stellen sollte an dieser Stelle die Uhrzeit stehen. Gute Gegenprobe.
↓ · Verhalten von F57 in [S06]?Erreicht: Softkey Zeile 3 von [S09] · Aufnahme begonnen 2026-08-14
1 SET:
2 Y M D H MI LY
3 / / / / / /
4 <noch nicht aufgenommen>
LED: ↑ ● (übernehmen) · ↓ ○ · übrige noch nicht notiert
↑ übernimmt den Wert (belegt 2026-08-14). ↓ ist dunkel — aus der
Eingabemaske führt kein Rückweg. Wer hier hineingeht, geht vorwärts wieder
hinaus.
Zeile 2 und 3 bilden zusammen eine Eingabemaske: oben die Feldnamen, darunter
die Eingabestellen, durch / getrennt. Die Felder sind leer — es ist nichts
vorbelegt, auch nicht der Unsinn aus [S11]. Man gibt also alle sechs Werte
neu ein, statt bestehende zu korrigieren.
Das ist wieder ein Layout, das dem Softkey-Raster nicht folgt: eine zweizeilige Tabelle mitten im Bildschirm.
| Kürzel | Feld |
|---|---|
Y |
Year — Jahr |
M |
Month — Monat |
D |
Day — Tag |
H |
Hour — Stunde |
MI |
Minute |
LY |
Leap Year — Schaltjahr |
Kein Sekundenfeld. Beim Stellen werden die Sekunden vermutlich auf null gesetzt — zu prüfen.
Die Reihenfolge Y M D deckt sich mit der Anzeige in [S11], wo das Datum
als (M/T) beschriftet ist.
LY — das Schaltjahr wird von Hand gesetztDas ist der aufschlussreichste Befund dieses Bildschirms, und er sagt etwas über die Hardware, ohne dass das Gerät geöffnet werden muss.
Ein Gerät, das das Schaltjahr als Eingabefeld führt, berechnet es nicht aus der Jahreszahl. Das ist die Signatur eines einfachen Echtzeituhr-Bausteins, wie er um 1990 üblich war: Er zählt Jahre zweistellig und führt einen eigenen kleinen Schaltjahrzähler, den die Firmware setzen muss.
Daraus folgt zweierlei:
[S11] ist damit bestätigt, und die Frage nach dem Verhalten jenseits von
99 gewinnt an Gewicht.LY verschiebt das Datum ab dem 1. März um einen Tag,
weil der 29. Februar entweder zu viel oder zu wenig gezählt wird.Für 2026 gilt: kein Schaltjahr, LY entsprechend setzen.
LY ist einstellig, alle anderen Felder zweistelligAufgenommen 2026-08-14: Y, M, D, H und MI nehmen jeweils
zweistellige Werte aus dem Nummernblock an, LY nur eine Stelle.
Das schließt eine Jahreszahl als LY-Inhalt aus und lässt zwei Bauformen
übrig — mit unterschiedlichem einzutragenden Wert für 2026:
| Bauform | Bedeutung | Wert für 2026 |
|---|---|---|
Merker 0/1 |
„laufendes Jahr ist ein Schaltjahr: ja/nein” | 0 |
Schaltjahrzähler 0–3 |
Jahre seit dem letzten Schaltjahr; so zählen viele Uhrenbausteine dieser Zeit | 2 (Schaltjahr war 2024) |
Der Unterschied ist nicht kosmetisch: Ein falsch gesetzter Wert verschiebt das Datum ab dem 1. März um einen Tag, weil der 29. Februar zu viel oder zu wenig gezählt wird.
Entscheidender Test, ein Tastendruck:
LY eine 3 eingeben.
→ angenommen: Zähler 0–3. Für 2026 dann 2 eintragen.
→ abgewiesen oder auf 1 begrenzt: Merker 0/1. Für 2026 dann 0.Ein Wertebereich 0–3 wäre zugleich ein direkter Hinweis auf den verbauten
Uhrenbaustein — mehrere verbreitete Typen jener Jahre führen genau so einen
Zweibit-Schaltjahrzähler. Das ließe sich beim späteren Öffnen gegen das
tatsächliche Bauteil halten.
29.02. nur bei passend gesetztem
LY eingeben? Dann ist die Deutung hart belegt.Auch die Feldkürzel sind englisch (Y, M, D, H, MI, LY) — im
deutschen Sprachmodus wären J, M, T, S, MI zu erwarten. Die
Eingabemaske ist damit durchgehend unübersetzt, nicht nur die Überschrift.
SET: steht auf Englisch — im deutschen SprachmodusEin kleiner, aber echter Befund: Das Gerät läuft auf Deutsch ([S01]), und
alle bisher aufgenommenen Beschriftungen waren deutsch — Betriebsart,
Messroutine, Messdatenverwaltung, Uhr, Einstellen, Anzeigen,
Jahr, Datum, Systemselbsttest, Bitte warten !. Hier steht SET:.
Die Übersetzung des Softwarestands IVM429 D ist also nicht vollständig —
Eingabemasken sind offenbar durchgerutscht. Zwei Möglichkeiten:
Es ist schlicht eine Lücke in der Lokalisierung.
Das ist kein Mangel, sondern ein Merkmal des Softwarestands und gehört dokumentiert.
Jahr einen Wert wie 26 an — und was wird daraus?Erreicht: Softkey Zeile 4 von [S09] · aufgenommen 2026-08-14
1 Jahr : 3?
2 Datum (M/T):1?/02
3 <leer>
4 00:56:19 (mittig)
LED: noch nicht notiert
Jahr und Datum enthalten Unsinn, und das Gerät sagt das auch: 3? und
1?. Jahr und Monat stehen auf Werten, die sich nicht als gültige Ziffern
darstellen lassen — typisch für einen Uhrenbaustein, dessen Register nach
Spannungsverlust undefiniert sind. Nur der Tag (02) ist zufällig gültig.
Die Uhrzeit läuft dagegen. 00:56:19 entspricht der bisherigen
Einschaltdauer — die Uhr ist beim Einschalten bei 00:00:00 losgelaufen. Sie
funktioniert also einwandfrei, sie behält nur nichts. Genau das war zu
erwarten (BATTERIE.md).
Damit ist der Befund rund: Uhrenbaustein in Ordnung, Stützversorgung fehlt.
? ist die geräteeigene Kennzeichnung für „undefiniert”Dasselbe Zeichen steht in [S06] hinter Betriebsart ?. Das ist keine
Zufälligkeit, sondern eine durchgehende Konvention der Bedienoberfläche:
Wo ein Wert unbekannt oder nicht gesetzt ist, schreibt das Gerät ein ?.
Das stützt rückwirkend die Deutung von Betriebsart ? als „noch keine
Betriebsart gewählt” — und ist beim weiteren Kartieren nützlich: ein ? im
Text ist eine Aussage des Geräts, kein Lesefehler.
Zeile 3 bleibt leer, Zeile 4 ist mittig gesetzt. Das Gerät kennt also Zentrierung — ein weiterer Beleg dafür, dass das Zeilenlayout frei gestaltet wird und nicht dem Softkey-Raster folgt.
Format der Datumsangabe: Datum (M/T) — Monat vor Tag, mit ausdrücklicher
Beschriftung. Das Jahr steht in einem eigenen Feld.
57 in [S06]?
Das ist die Gegenprobe zur Bildschirmnummer-Deutung.Das Feld heißt schlicht Jahr und zeigt zwei Zeichen. Ein Gerät von etwa 1990
rechnet mit hoher Wahrscheinlichkeit mit zweistelligen Jahreszahlen.
99 eingeben?26, 126, 1926?Das ist kein Mangel, sondern ein Befund über den Softwarestand IVM429 D und
gehört dokumentiert. Praktische Folge: Eigene Messprotokolle tragen
möglicherweise eine unbrauchbare Jahresangabe — dann das Datum der Messung
zusätzlich von Hand festhalten.
[S10] gestellt. Die Anzeige zeigt jetzt 26 als Jahr,
den richtigen Monat und Tag und eine laufende Uhr.Damit ist die Zweistelligkeit des Jahresfelds belegt. Das Gerät nimmt 26
an und stellt es auch so dar; ein Jahrhundert kennt es nicht. Für eigene
Ausdrucke heißt das: das volle Jahr von Hand dazuschreiben.
Offen bleibt, wie das Jahr im Ausdruck erscheint:
Damit ist die Kette geschlossen: Uhrenbaustein in Ordnung, Stützversorgung fehlt, Stellen funktioniert, Ausgabe stimmt. Das Gerät erzeugt wieder brauchbar datierte Protokolle — erstmals seit dem Ausfall der Batterie.
Aufzubewahren sind damit zwei Ausdrücke desselben Tages: einer mit stehender, einer mit gestellter Uhr. Sie belegen den Befund vollständig.
⚠️ Ohne Batterie hält die Einstellung nur bis zum Ausschalten. Vor jeder Sitzung, in der gedruckt wird, neu stellen — oder bewusst darauf verzichten und die Ausdrucke von Hand datieren.
[S04] / [S05] — die beiden Normzweige, der eigentliche Funktionsumfang